Die Nassauische Heimstätte | Wohnstadt hat den Generalunternehmervertrag für ihr Wohnquartier an der Lyoner Straße 27 in Frankfurt-Niederrad geschlossen. Den Auftrag übernimmt eine Arbeitsgemeinschaft aus HOCHTIEF und LIM-Bau, wie die NHW am 8. September 2026 mitteilte. Wer passende Bauvorhaben laufend verfolgen möchte, kann PipeSignals kostenlos ausprobieren und einen eigenen Marktradar einrichten.
Nach dem Abriss laufen die Erdarbeiten
Auf dem früheren Siemens-Grundstück geht das Vorhaben inzwischen über die Planung hinaus. Die Frankfurter Rundschau berichtete am 9. September, dass die Bestandsgebäude abgerissen sind und Erdarbeiten begonnen haben. Die Baugenehmigungen liegen nach Auskunft an die Zeitung seit April 2025 vor.
Damit befindet sich das Projekt in einer frühen Bauphase. Der neu angekündigte Schritt ist die Vergabe der Ausführung; die bereits laufenden Erdarbeiten beschreiben den Stand vor Ort. Einen konkreten Starttermin für den Hochbau nennt die NHW nicht, wie auch Entwicklungsstadt festhält. Die Fertigstellung des Quartiers ist bis 2029 vorgesehen.
Mietwohnungen, Eigentum und Nahversorgung
Insgesamt plant die NHW 624 Wohnungen. Vier Wohn- und Geschäftshäuser sollen 517 Wohnungen aufnehmen, darunter 280 geförderte und 237 frei finanzierte. Dazu kommen drei Häuser mit 107 Eigentumswohnungen. Die Unternehmensmitteilung nennt außerdem einen Nahversorgermarkt, kleinere Läden, Büros und Gastronomie sowie begrünte Innenhöfe mit einem Spielplatz.
Für den Mietwohnungsbereich nennt die Frankfurter Rundschau eine weitere Aufteilung: 150 Sozialwohnungen und 130 Wohnungen im zweiten Förderweg. Damit soll das Angebot unterschiedliche Einkommensgruppen erreichen. Die Eigentumswohnungen bilden einen eigenen Teil des Vorhabens.
Entwicklungsstadt beschreibt, wie die zurückgesetzten Eigentumsgebäude an einen parkartigen Grünzug anschließen sollen. Die Mischung aus Wohnungen und Erdgeschossnutzungen ist zugleich ein weiterer Schritt beim Umbau der früheren Bürostadt zum gemischten Stadtviertel. Nahversorgung und Aufenthaltsflächen gehören dabei ebenso zum Konzept wie die Wohngebäude selbst.
Ausführung und Quartiersbetrieb zusammen denken
Für Fachunternehmen liegt die Bedeutung des Vertrags in der konkreter werdenden Bauorganisation. Falls noch Nachunternehmerleistungen vergeben werden, könnten etwa Gebäudetechnik, Ausbau oder Außenanlagen zum eigenen Leistungsprofil passen. Entscheidend wäre, die Zuständigkeiten innerhalb der Arbeitsgemeinschaft und den jeweiligen Vergabestand zu klären. Aus der Bekanntgabe ergibt sich kein offenes Ausschreibungsverfahren.
Auch die Verbindung von Gewerbe und Wohnen verdient Aufmerksamkeit. Ein Anbieter sollte früh unterscheiden, ob seine Leistung zur Gebäudegrundausstattung, zum späteren Mieterausbau oder zum laufenden Betrieb gehört. Diese Abgrenzung bestimmt, welcher Projektpartner überhaupt infrage kommt und zu welchem Zeitpunkt ein Angebot sinnvoll wäre. Sie ist eine praktische Einordnung für die Marktbeobachtung, keine bestätigte Beschaffungsabsicht.
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